LCD oder Plasma - was ist Ihre Freude? Moderne Flachbildschirm-TV-Technologien verstehen

Ein "einfaches" Grundprinzip Die Grundidee hinter dem Betrieb von Plasmabildschirmen ist ziemlich einfach: Jedes Subpixel ist eine mikroskopische Fluoreszenzlampe, die eine Primärfarbe emittiert - rot, grün oder blau. Durch Variieren der Intensität des Lichts von diesen drei Subpixeln kann eine Vielzahl von Tönungen angezeigt werden. Da

Ein "einfaches" Grundprinzip

Die Grundidee hinter dem Betrieb von Plasmabildschirmen ist ziemlich einfach: Jedes Subpixel ist eine mikroskopische Fluoreszenzlampe, die eine Primärfarbe emittiert - rot, grün oder blau. Durch Variieren der Intensität des Lichts von diesen drei Subpixeln kann eine Vielzahl von Tönungen angezeigt werden.

Das Prinzip hinter einem Plasmabildschirm ist das gleiche, das die Leuchtstoffröhren, mit denen wir alle vertraut sind, herstellt: Ein Edelgas (zum Beispiel Argon) ist in einer Röhre eingeschlossen. An jedem Ende der Röhre befinden sich Elektroden, an die Hochspannungsstrom (mehrere hundert Volt) angelegt wird. Das Edelgas ist elektrisch neutral, aber die Erregung durch den Strom wandelt es in Plasma um, ein Gas, das sowohl aus freien Elektronen als auch aus positiven Ionen besteht (die Summe der Ladungen bleibt neutral). Aufgrund der Potentialdifferenz von mehreren hundert Volt fließen die Elektronen in Richtung der positiven Elektrode, während die positiven Ionen vom negativen Ende der Röhre angezogen werden. Diese Bewegungen erzeugen Stöße zwischen Atomen. Wenn jedes Atom getroffen wird, gewinnt es Energie und seine Elektronen bewegen sich auf eine Bahn mit höherer Energie. Wenn sie in ihre ursprüngliche Umlaufbahn zurückkehren, geben sie ein Photon ab: ein "Lichtquantum".

Das Licht, das abgegeben wird, ist das Ergebnis der Bewegung des Plasmas unter der Wirkung eines starken elektrischen Feldes. Es reicht jedoch nicht aus, eine kontinuierliche Potentialdifferenz an die Anschlüsse der Röhre anzulegen. Das Plasma muss ständig in Bewegung gehalten werden, damit es Licht emittiert, und so wird ein Wechselstrom an die Anschlüsse angelegt. Diese Spannung bewirkt, dass die Gasionen von einem Ende zum anderen hin und her wandern.

Es gibt jedoch ein Problem. Das vom Plasma emittierte Licht ist nicht sichtbar: es ist ultraviolette Strahlung, und UV ist für den Menschen unsichtbar, daher muss es in sichtbare Form gebracht werden. Die Wände der Röhre sind dazu mit einem UV-empfindlichen Pulver beschichtet, das (bei herkömmlichen Leuchtröhren) weißes Licht emittiert. Dieses Pulver, oft Phosphor genannt, ist ein Szintillator: ein Material, das eine Form der Strahlung in eine andere umwandelt.

Der Einsatz von Szintillatoren ist in der Display-Technologie nicht neu. Kathodenstrahlröhren (CRTs) enthalten Szintillatoren, die den Elektronenstrahl in rotes, grünes oder blaues Licht umwandeln.

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